Magic Monday (12)

Diesmal haben wir wirklich ein wunderbares Thema! Es gibt so vieles, das unglaublich stark ist . Die Schaffhausener Rheinfälle habe ich gleich wieder verworfen, ein paar Menschen, die mit sofort eingefallen sind kann ich (mag ich) nicht posten. Irgendwie hab ich mich mit mir selbst dann auf „die Natur“ geeinigt.

Die Sonne ist stark. Ihre Stärke ist für Menschen positiv, ohne sie können wir nicht stark sein.

starkeSonne

Auch ein Sturm ist stark. Für einen Menschen mag das negativ sein, aber er gehört zu unserem Leben dazu. Und so manches Mal mag ein Sturm auch das ein oder andere Problem der Menschen gelöst haben.

starkerSturm

Es gäbe noch so vieles… starke Farben, starke Erinnerungen, starke Menschen (zum Glück gar nicht so wenige davon). Vielleicht noch ein paar starke Worte, zum Abschluss?

If


If you can keep your head when all about you
Are losing theirs and blaming it on you;
If you can trust yourself when all men doubt you,
But make allowance for their doubting too;
If you can wait and not be tired by waiting,
Or being lied about, don’t deal in lies,
Or being hated, don’t give way to hating,
And yet don’t look too good, nor talk too wise:

If you can dream — and not make dreams your master;
If you can think — and not make thoughts your aim;
If you can meet with Triumph and Disaster
And treat those two imposters just the same;
If you can bear to hear the truth you’ve spoken
Twisted by knaves to make a trap for fools,
Or watch the things you gave your life to, broken,
And stoop and build ‚em up with worn-out tools;

If you can make one heap of all your winnings
And risk it on one turn of pitch-and-toss,
And lose, and start again at your beginnings
And never breathe a word about your loss;
If you can force your heart and nerve and sinew
To serve your turn long after they are gone,
And so hold on when there is nothing in you
Except the Will which says to them: „Hold on!“

If you can talk with crowds and keep your virtue,
Or walk with kings — nor lose the common touch,
If neither foes nor loving friends can hurt you,
If all men count with you, but none too much;
If you can fill the unforgiving minute
With sixty seconds‘ worth of distance run —
Yours is the Earth and everything that’s in it,
And — which is more — you’ll be a Man, my son!

(R. Kipling)
 

Jetzt reicht es aber!

Ich habe ein Moorbeet auf dem Balkon. Aber sogar den Moorbeetbewohnern wird es gerade deutlich zu nass. Mir übrigens auch. Ich wachse nicht mehr, auch wenn man mich ausgiebig gießt! Ich habe zwölf Tage lang den goldenen Herbst beschworen und bekam dafür … die Sintflut!

Die Sintflut

Die Wolken wachsen aus den Horizonten
Und trinken Himmel mit den Regenhälsen
Die Menschen bissen auf den höchsten Felsen
In weiße Stirnen, die nicht denken konnten,

Daß Läuse aus dem Meer, die Seen, krochen.
Im Abendsturm ertranken lange Pappeln. –
Sie hörten auf der Nacht die Sterne trappeln,
Die in dem All den warmen Erdrauch rochen,

Dann schwamm die Sonne in dem glatten Wasser.
Das Wasser fiel. Die Seen faulten ab.
Die Erde trug der Meere hellen Schurz.

Die Sterne standen, von Begierde blasser,
Mit dünnem Atem an des Ostens Kap.
Ein Stern sprang nach der Erde, sprang zu kurz.

(Paul Boldt)

Nachwehen (zum Schneck) und Morgengedanken (zum Regen)

Was von meinem herzliebsten Morgenstern. (Anekdote dazu: Wir mussten mal im Deutschunterricht einen vierzeiligen Vers schreiben, bei mir wurde es ein vierstrophiges Gedicht aus vierzeiligen Versen. Kommentar des Lehrers: Du liest gern Morgenstern, oder? Ich fühlte mich geehrt. )

Gespräch einer Hausschnecke mit sich selbst

Soll i aus meim Hause raus?

Soll i aus meim Hause nit raus?
Einen Schritt raus?
Lieber nit raus?
Hausenitraus –
Hauseraus
Hauseritraus
Hausenaus
Rauserauserauserause . . .

(Die Schnecke verfängt sich in ihren eigenen Gedanken oder
vielmehr diese gehen mit ihr dermaßen durch, daß sie
die weitere Entscheidung der Frage verschieben muß.)

Magic Monday (11)

Ich habe mich da kurzentschlossen bei einem Projekt angemeldet, in dem man jeden Montag ein Thema bekommt um dazu etwas zu bloggen, meist ein Foto. Jetzt hab ich so viele Fotos, aber tatsächlich wenige, die ich selbst herbstlich genug fand um den Herbst zu vertreten. Oder jedenfalls sind die unter den vielen, die irgendwo auf externen Festplatten herumfahren, die ich gerade nicht finde. Aber dann war er da plötzlich. Der Schneck!

Bild

Haddu Möhrike?

Eigentlich hätte ich ja gerne mit was von Hilde Domin angefangen. Aber das Urheberrecht, das gemeine. Daher: Möhrike!

Septembermorgen

Im Nebel ruhet noch die Welt,

Noch träumen Wald und Wiesen:

Bald siehst du, wenn der Schleier fällt,

Den blauen Himmel unverstellt,

Herbstkräftig die gedämpfte Welt

In warmem Golde fließen.